Hygiene

Um allen hygienischen Anforderungen im Krankenhaus gerecht werden zu können, steht Ihnen als Patient und unseren Mitarbeitern ein versiertes Team der Krankenhaushygiene zur Seite. Dieses setzt sich im Kern aus 5 Hygienefachkräften, einem Mikrobiologen, einem in curricularer Weiterbildung befindlichen Klinikhygieniker und dem Hygieneverantwortlichen Arzt zusammen.

Dies ist besonders wichtig, weil viele unserer Patienten sehr schwer erkrankt sind und oftmals einer intensivmedizinischen Behandlung bedürfen. Sie sind aufgrund ihrer geschwächten körpereigenen Abwehr besonders anfällig für Keime. Deshalb ist eine konsequente Umsetzung hygienischer Vorgaben von besonders hoher Bedeutung.

Wir sehen die Aufgabe unseres Teams darin, mit einem starken Bündel an Maßnahmen im Besonderen zu verhindern, dass bei Ihnen oder Ihrem Familienangehörigen als unser Patient eine Übertragung von Krankheitserregern von anderen Patienten oder durch Mitarbeiter stattfinden kann.

Das DONAUISAR Klinikum nimmt an HandKISS und „Aktion Saubere Hände“ teil. Hier vergleichen wir die Qualität der Durchführung der Händedesinfektion unserer Mitarbeiter mit den Referenzwerten des Nationalen Referenzzentrums.

Hervorzuheben ist zudem, dass in unseren Häusern seit Jahren ein konsequentes Screening der aufzunehmenden Patienten nach Risikofaktoren auf das Vorhandensein von multiresistenten Erregern durchgeführt wird. Durch Einsatz von Schnelltests bzw. PCR-Tests kann die vorsorgliche Isolationszeit bis zum Eintreffen des Ergebnisses verkürzt werden. Durch diese Maßnahmen können Patienten mit diesen Erregern frühzeitig erkannt und die Erreger bekämpft werden.

Für eine möglichst gute Einbindung der Belegschaft  im Verständnis hygienischer Fragestellungen finden regelmäßige Qualitätszirkel mit denen das Bindeglied darstellenden hygienebeauftragten Pflegekräften und hygienebeauftragten Ärzten eines jeden Fachbereiches statt. Diese Mitarbeiter wurden auf Ihre Aufgabe durch Teilnahme an entsprechenden qualifizierenden Fortbildungsveranstaltungen vorbereitet. Für hygienebeauftragte Mitarbeiter wird jedes Jahr ein Fortbildungskurs auch für externe Hygieneinteressierte angeboten.

Ebenso erfolgt kontinuierlich eine entsprechende qualitätssichernde Überwachung von  Krankenhausinfektionen, postoperativen Wundinfektionen sowie Resistenzentwicklungen im Labor nachzuweisender Krankheitserreger.

Zu den Aufgaben gehört zudem unter anderem die Überwachung der Einhaltung der allgemeinen Regeln der Krankenhaushygiene durch regelmäßige Begehungen aller Krankenhausbereiche, im Besonderen der Krankenstationen, die Überwachung der Pflegetechniken und anderer Arbeitsabläufe der Krankenhausreinigung und der Speisen- und Wäscheversorgung.

Das Team führt regelmäßige Schulungen und praktische Anleitung des Personals durch; hierzu gehören auch Hinweise auf einschlägige Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und anerkannte Regeln der Technik, die Mitwirkung bei der Auswahl hygienerelevanter Verfahren oder Produkte und Planung funktioneller und baulicher Maßnahmen. Zudem prüfen sie die Trinkwasserqualität des Hauses.

Durch die Krankenhaushygiene werden im Rahmen von Dozententätigkeit entsprechende Hygienekenntnisse im Unterricht an den Berufsfachschulen für Krankenpflege und Physiotherapie vermittelt. Seit 1998 richten wir jährlich eine ganztägige Hygienefortbildungsveranstaltung für interessierte Kollegen aus. Dieser findet überregional reges Interesse mit weit über 200 Teilnehmern.

Vorträge zum Hygienetag 2018

Dr. M. Hallhuber: Silber in der Wunde - "Schmuck" oder doch sinnvoll?
DBC Claudia Schwarzkopf: Isolierung und Psyche
Dr. Beatrice Grabein: Resistenzentwicklung: Können wir etwas dagegen tun?
Georg Niederalt: Wasser war zum Waschen da?

 

Vorträge zum Hygienetag 2017

Dr. M. Hallhuber: Hautantiseptik
Prof. Dr. M. Trautmann: Clostridium difficile
Dr. T. Holzmann: Waschen ohne Wasser
Prof. Dr. M. Pletz: Was haben wir aus MRGN-Ausbrüchen gelernt
S. Lederbogen: Tiergestützte Interventionen
S. Lederbogen: Regelkatalog Hunde
Robert-Koch-Institut: Heimtierhaltung – Chancen und Risiken für die Gesundheit