Hygiene

Die Stabsstelle Hygiene ist eine zentrale Einrichtung der DONAUISAR Kliniken mit den Standorten Deggendorf, Dingolfing und Landau. Sie besteht aus fünf Hygienefachkräften. Unsere Aufgabe ist es, die Gesundheit der Patienten und des Personals durch Präventionsmaßnahmen zu schützen. Dass uns dies bisher gut gelungen ist, bestätigen die jährlich durchgeführten Zertifizierungen und die Begehungen durch die Gesundheitsbehörden. 

Da sich in den Kliniken sowohl infektiöse Patienten als auch sehr stark abwehrgeschwächte Menschen befinden, kann es zur Übertragung von Krankheitserregern kommen. Deshalb hat sich die Stabsstelle das Ziel gesetzt in den DONAUISAR Kliniken das Infektionsrisiko für Patienten und das Personal auf ein Minimum zu reduzieren. Dazu setzen wir auf ein engmaschiges Screening nach den Regeln des Robert-Koch-Institutes schon bei der Aufnahme. Diese Maßnahme führt zur Isolation infektiöser Patienten und nosokomiale Infektionen und senkt dadurch die Infektionsrate. Dies ist aus dem Benchmarking mit dem Nationalen Referenzzentrum Berlin (RKI) in allen Statistiken ersichtlich. 

Zu den weiteren Aufgaben der Hygiene gehören:die Mitwirkung bei der Einhaltung der Regeln der Krankenhaushygiene durch regelmäßige Begehung aller Bereiche des Krankenhauses, insbesondere der Krankenstationendie Überwachung der Pflegetechniken (z. B. Verbandswechsel, Katheterpflege) und anderer Arbeitsabläufe (z.B. Desinfektions- und Sterilisationsmaßnahmen), der Krankenhausreinigung (in Zusammenarbeit mit der HWL), der Speisen- und Wäscheversorgung sowie der sonstigen Ver- und Entsorgungdie Erstellung, Fortschreibung und Überwachung der Einhaltung von Hygieneplänen und Arbeitsplänen nach hygienischen Gesichtspunktendie Mitwirkung bei der Erkennung von Krankenhausinfektionen durch Aufzeichnung der Daten bezüglich Krankenhausinfektionen die Mitarbeit bei der Erstellung von Infektionsstatistiken und deren Auswertung als Grundlage für epidemiologische Erkenntnissedie Mitarbeit bei epidemiologischen Untersuchungendie bakteriologische Überwachung der Wasserversorgung und lüftungstechnischer Einrichtungendie Schulung und praktische Anleitung des Personals; hierzu gehören auch Hinweise auf einschlägige Gesetze, Verordnungen, Richtlinien und anerkannte Regeln der Technikdie Mitwirkung bei der Auswahl hygienerelevanter Verfahren und Produkte (z. B. Desinfektionsmittel, Einmalartikel, technische Geräte, Ver- und Entsorgungsverfahren)die Mitwirkung bei der Planung funktioneller und baulicher Maßnahmender Unterricht an der Berufsfachschule für Krankenpflege und Berufsfachschule für Physiotherapie

Über die grundlegenden Regelungen zur Hygiene berät die Hygienekommission. Zu ihr gehören neben dem Vorstand der bestellte Krankenhaushygieniker, die fünf Hygienefachkräfte, zehn hygienebeauftragte Ärzte (Ausbildung nach RKI), der Mikrobiologe, der Infektiologe, der Apotheker und ein Vertreter der Pflege. Außerdem ist ein hygienebeauftragter Mitarbeiter für jeden medizinischen Bereich und jede Station bestellt.

Seit 1998 findet in Deggendorf mit dem Hygienetag eine informative Fortbildung statt, die überregionale Beachtung findet und jährlich von ca. 200 Interessenten besucht wird.

Vorträge zum Hygienetag 2017

Dr. M. Hallhuber: Hautantiseptik
Prof. Dr. M. Trautmann: Clostridium difficile
Dr. T. Holzmann: Waschen ohne Wasser
Prof. Dr. M. Pletz: Was haben wir aus MRGN-Ausbrüchen gelernt
S. Lederbogen: Tiergestützte Interventionen
S. Lederbogen: Regelkatalog Hunde
Robert-Koch-Institut: Heimtierhaltung – Chancen und Risiken für die Gesundheit

Vorträge vom Hyienetag 2016

Dr. Matthias Hallhuber: Wunde & Dekontaminationsmaßnahmen
PD Dr. med. A. Schwarzkopf: Legionellen und Pseudomonaden. Maßnahmen bei Grenzwertüberschreitungen
PD Dr. med. A. Schwarzkopf: Reinigung im Krankenhaus. Was wird erwartet und was wird dafür (nicht) getan?
Prof. Dr. M. Trautmann: Infektionsprävention auf der Intensivstation: Was macht Sinn, was ist überflüssig? (Teil 1, Teil 2)
Dr. med. G.-C. Zinn: Multiresistente Erreger in der Neonatologie. Ernsthafte Bedrohung oder Hysterie

 

Vorträge vom Hygientag 2015

Prof. Dr. Mathias Trautmann: „Hygienemaßnahmen bei MRGN: Gibt es da was Neues?“
Dr. Matthias Hallhuber: „MRSA – Die neue KRINKO Empfehlung. Was sollen wir dazu wissen?“
Dr. Georg Zinn: „Hygienefehler in der Presse – Hysterie oder tatsächliches Problem?“
Dr. Giuseppe Valenza: Fallbeispiele aus dem Alltag zur MRE Prävention“
(Es handelt sich teilweise um sehr große Dateien.)