Aktuelles
Dr. Bach: Informationen zu individuellem Gelenkersatz
23.03.2026
Im Mittelpunkt seines Vortrags hat Chefarzt Dr. Christian Bach vom DONAUISAR Klinikum (DIK) Dingolfing eine klare Botschaft gestellt: Nicht allein das Röntgenbild, sondern vor allem das persönliche Empfinden der Patienten gibt den Ausschlag für eine Gelenkimplantation. Dies betonte er eindringlich vor rund 50 Zuhörern bei einer Veranstaltung im DIK Landau vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen: „Manche Patienten mit einem sehr auffälligen Befund im Röntgen sind fast schmerzfrei. Und gleichzeitig sieht man bei manchen Patienten mit gravierenden Schmerzen kaum eine Veränderung.“
Auf alle Fälle sollten alle konservativen Maßnahmen im Umgang mit dem abgenutzten oder ganz abgebauten Knorpel und den daraus resultierenden Schmerzenausgeschöpft sein. Dazu gehören auch die Einnahme von Medikamenten, das Tragen einer Bandage sowie Kälte- oder Wärmeanwendungen. Auch mit Einspritzungen hat der Facharzt für Unfallchirurgie und Orthopädie gute Erfahrungen gemacht: „Ich habe Patienten gesehen, die damit neun Monate schmerzfrei oder zumindest schmerzarm waren. Aber generell ist es sehr individuell, was wem hilft.“
Wenn eine Operation nicht mehr vermieden werden kann, werden Röntgenaufnahmen gemacht, anhand derer dann die richtige Prothese ausgewählt wird. Beim Eingriff selbst wendet Chefarzt Dr. Bach an Hüfte und Knie ein minimalinvasives Verfahren an: „Es gibt beim Hüftgelenk ca. 18 unterschiedliche Zugänge, aber in meiner Zeit bei einem Maximalversorger habe ich den aus meiner Sicht den Besten für meine Patienten gefunden.“ Wenn es um ein neues Kniegelenk geht, muss auch geklärt werden, inwieweit eine Fehlstellung der Beine korrigiert werden muss. Aber es kann auch eine sogenannte Schlittenprothese ausreichend sein. Besonders bei älteren Patienten sind die Prothesen nach der Wahrnehmung von Dr. Bach ein Segen: „Heute haben wir die Möglichkeit, Patienten nach einem Bruch, zum Beispiel des Oberschenkelhalses, durch ein künstliches Hüftgelenk schnell wieder auf die Beine zu bringen.“ Im Anschluss an den Vortrag beantwortete Chefarzt Dr. Bach noch zahlreiche Fragen seiner Zuhörer – auch zu Eingriffen an der Schulter oder am Ellbogen. Konkrete Untersuchungen sind aber nur in seiner Sprechstunde am MVZ möglich.

Chefarzt Dr. Christian Bach informierte über den Gelenkersatz an Hüfte und Knie. (Foto: DONAUISAR Klinikum)