Feierliche Verabschiedung von Chefarzt Dr. Michael Mandl

04.03.2026

Nach mehr als zwei Jahrzehnten engagierter Tätigkeit hat das DONAUISAR Klinikum (DIK) Deggendorf Chefarzt Dr. Michael Mandl bei einem Empfang in den Ruhestand verabschiedet. In seine Zeit als Chefarzt fallen der Neubau des SPZ und der Neonatologie, die Einrichtung des Bunten Kreises und des Fördervereins der Kinderklinik sowie und vor allem die stationäre Behandlung von rund 46.000 jungen Patienten. 

Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Werner Bumeder hob insbesondere die Verdienste Mandls im Bereich der Neonatologie hervor. Rund 130 Frühgeborene und schwerkranke Neugeborene hat die Station im letzten Jahr betreut – Kinder, die oftmals weniger als 1.000 Gramm wiegen und deren Überlebenschancen maßgeblich von der Expertise und dem Engagement des Teams abhängen. „Hinter jedem Kind steht eine Familie, hinter jeder Diagnose eine Geschichte“, betonte Bumeder. Ein besonderes Anliegen war Dr. Mandl stets die nachhaltige Begleitung frühgeborener und entwicklungsgefährdeter Kinder. So begleitete er den Aufbau des Bunten Kreises als Brücke in den Alltag nach dem Klinikaufenthalt und gründete das Sozialpädiatrische Zentrum, für das er persönlich die Zusatzbezeichnung Neuropädiatrie erwarb.

Den scheidenden Chefarzt würdigte der stellvertretende Verwaltungsratsvorsitzender Landrat Bernd Sibler als wichtigen Partner der Eltern in schwierigen Situationen und als beharrlichen Kämpfer für bessere Bedingungen in der Versorgung der Kinder. Dies lässt sich auch mit Zahlen belegen: Über 20 Millionen Euro sind im vergangenen Jahrzehnt in die Weiterentwicklung der Kinderklinik investiert worden – insbesondere in die neuen Räume der Neonatologie und des Sozialpädiatrischen Zentrums, die 2021 in Betrieb gingen. „Ohne ihren langen Atem und Ihre Überzeugungskraft wären wir heute nicht da, wo wir stehen“, sagte Sibler und wies auf die Bedeutung von Kraki, dem Förderverein der Kinderklinik, hin. Dieser hat seit seiner Gründung 455.000 Euro für die Patienten der Kinderklinik investiert. 

Für die Ärztliche Direktion sprach Prof. Dr. Stefan Rath, der Dr. Mandl als charakterstarken Kollegen und verlässlichen Mitgestalter der Klinikleitung beschrieb. Neben seiner Tätigkeit als Chefarzt der Kinderklinik war Mandl viele Jahre Mitglied der ärztlichen Leitung des Hauses und von 2016 bis 2023 zusätzlich Ärztlicher Leiter des gesamten Klinikums. Besonders während der Corona-Pandemie habe er mit Ruhe, Klarheit und Verantwortungsbewusstsein wesentlich zur Stabilität und Handlungsfähigkeit des Hauses beigetragen. Er unterstrich zudem die gute Zusammenarbeit mit der Neurochirurgie. Vorstand Amelie Becher hob ebenso Haltung und Charakter des scheidenden Chefarztes hervor. Sie bedankte sich auch für den reibungslosen Übergang zum Nachfolger Prof. Dr. Rüdiger Adam. Dieser finde eine sehr gut aufgestellte Abteilung vor. 

Dr. Mandl dankte allen Wegbegleitern und seinem Team für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wegen der guten Leistungen in allen Bereichen gehe er mit einem weinenden Auge in den Ruhestand: „Das war nicht nur Arbeit, das war ein wichtiger Teil meines Lebens.“ Betrachte man darüber hinaus die Qualitätszahlen bezogen auf die Versorgung der Frühgeborenen, so finde sich im Umkreis erst in Ulm ein gleich gutes Haus. Deswegen forderte er alle politisch Verantwortlichen auf, sich für die Neonatologie und die ganze Kinderklinik in Deggendorf stark zu machen. 


Der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Stefan Rath (v.l.), Landrat Werner Bumeder, Pflegedirektorin Anja Herzog, Landrat Bernd Sibler, Vorstand Amelie Becher und der Ärztliche Direktor Heribert Fröschl verabschiedeten Chefarzt Dr. Michael Mandl (m.) in den Ruhestand. (Foto: DONAUISAR Klinikum)