Neueste OP-Robotik in Bayern: Ein Meilenstein in der Patientenversorgung
23.01.2026
Neueste OP-Robotik in Bayern: Ein Meilenstein in der Patientenversorgung im Klinikum Deggendorf
Das DONAUISAR Klinikum (DIK) in Deggendorf setzt einen Meilenstein in der medizinischen Versorgung in Bayern. Als erste Klinik im Bundesland kommt das derzeit modernste System der chirurgischen Robotik zum Einsatz.
Bessere Beweglichkeit als eine menschliche Hand
Einen da Vinci gibt es bereits seit fünf Jahren in den OP-Sälen des Klinikum Deggendorf. Seit 20. Januar ist die neueste Generation einsatzbereit: der da Vinci 5. Mit diesem System ergänzt das DONAUISAR Klinikum den bereits etablierten OP-Roboter und setzt mit der Neuanschaffung Maßstäbe in der Patientenversorgung. Eingesetzt wird das roboter-assistierte Operationssystem in der Allgemein- und Viszeralchirurgie, der Urologie und der Gynäkologie. Es dient dazu, operative Eingriffe schonender und präziser vorzunehmen. Die Handbewegungen des Operateurs an einer Konsole werden dabei in äußerst genaue Bewegungen der Instrumente im OP-Feld umgesetzt. Deren Beweglichkeit ist einer menschlichen Hand deutlich überlegen, wodurch der Patient profitiert.

Professor Dr. Matthias Behrend steht zwischen den vier Roboterarmen des neuen da Vinci 5. Er leitet seit 23 Jahren die Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am Klinikum Deggendorf und hat bereits fünf Jahre Erfahrung mit dem da Vinci-Vorgängermodell gesammelt.
Schonendere Operationstechnik, geringere Komplikationsraten, schnellere Genesung
Prof. Dr. Matthias Behrend, Chefarzt der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie, operiert bereits seit fünf Jahren mit dem da Vinci-Operationssystem XI. „Mit dieser neuen Geräte-Generation können wir unsere Patienten noch gezielter operativ versorgen als bislang. Die Operationstechnik ist schonender, die Komplikationsraten geringer und die Genesung kommt schneller voran. Der Zusatznutzen der neuen Technik besteht also nicht nur für uns als Operateure, sondern vor allen Dingen für unsere Patienten“ betont Prof. Dr. Matthias Behrend weiter.
Auch Amelie Becher, Vorstand des DIK, unterstreicht: „Der neue da Vinci 5 bietet unseren Medizinern ein Arbeitsumfeld auf dem neuesten Stand der Technik. Die daraus entstehenden Vorteile kommen direkt unseren Patienten zugute. Ich bin sehr froh, dass wir am DONAUISAR Klinikum ein sehr engagiertes Team aus Operateuren und OP-Pflegenden haben, die mit Engagement und großem Wissendurst zum Wohle unserer Pateinten arbeiten.“

Professor Dr. Matthias
Behrend, Chefarzt der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie am
Klinikum Deggendorf, richtet bei Operationsbeginn mit Assistenzärztin Raphaela
Häring die Roboterarme des neuen da Vinci 5 ein.
Über den da Vinci 5
Das da Vinci Operationssystem wurde entwickelt, um Operateure bei minimalinvasiven Eingriffen zu unterstützen. Die Systeme bieten hochauflösende 3D-Ansichten von Blutgefäßen und des Gewebes in Echtzeit. Spezielle Instrumente - darunter eine miniaturisierte Kamera und vollständig abwinkelbare Scheren und Zangen - dienen zur präzisen Aufspaltung von Arterien oder der Entfernung von Weichteilgewebe tief im Körperinneren. Die Systeme sind das Ergebnis von über 30 Jahren Forschung und Entwicklung und basiert auf den Daten aus 16,9 Millionen chirurgischen Eingriffen, die mit verschiedenen Generationen der da Vinci-Technologie durchgeführt wurden. Im Jahr 2024 wurden mehr als 410.000 Patienten in Europa operiert, weltweit waren es bis heute fast 17 Millionen. Im Vergleich zum Vorgängersystem XI beinhaltet das da Vinci 5 genannte System über 250 Detailverbesserungen, eine höhere Integration und eine Rechenkapazität die mehr als 10.000-fach höher ist.
Weitere Vorteile sind auch die nachweislich kürzeren Klinikaufenthalte für die Patienten und deutlich seltenere Aufenthalte auf der Intensivstation nach der Operation. Hierdurch wird auch der gesamte Bereich der Pflege entlastet. Diese Aspekte sind auch betriebswirtschaftlich für die Klinik positiv.

Arbeitsteilung im OP-Saal: Während Chefarzt Professor Dr. Matthias Behrend von der Arztkonsole aus den Eingriff steuert, tauscht Assistenzärztin Raphaela Häring bei Bedarf die OP-Instrumente an den Roboterarmen aus.