Verwaltungsrat erteilt Prüfauftrag für DIK-Standort Landau

Der Verwaltungsrat des DONAUISAR Klinikums (DIK) hat den Vorstand beauftragt, Optionen für die künftige Entwicklung des Standorts Landau und deren Umsetzungsmöglichkeiten zu prüfen und dem Gremium vorzustellen. Die Ergebnisse der Prüfung sollen dem Verwaltungsrat möglichst im ersten Quartal 2027 vorgelegt werden. Mit dem Prüfauftrag ist noch keine Entscheidung über die künftige Struktur des Standorts verbunden.

Hintergrund sind die veränderten Rahmenbedingungen für die Krankenhausversorgung. Mit der Krankenhausreform verändern sich unter anderem die strukturellen Voraussetzungen für die Leistungserbringung sowie die Finanzierung von Krankenhausleistungen. Zugleich werden die Bündelung medizinischer Leistungen und höhere Qualitätsanforderungen künftig eine größere Rolle spielen. Zu den wesentlichen Faktoren gehören dabei die Zuweisung der Leistungsgruppen und die künftige Vorhaltefinanzierung. Die endgültige Zuweisung der für den Standort Landau beantragten Leistungsgruppen steht noch aus.

Auch wenn wesentliche Rahmenbedingungen, insbesondere die endgültige Zuweisung der Leistungsgruppen und Einzelheiten der künftigen Finanzierung, noch nicht abschließend feststehen, werden mögliche Entwicklungsoptionen und deren Umsetzbarkeit geprüft. Damit sollen belastbare Entscheidungsgrundlagen geschaffen werden, um nach Vorliegen der maßgeblichen Rahmenbedingungen die weiteren Schritte zügig einleiten zu können. In die Prüfung sollen der medizinische Versorgungsbedarf, der öffentliche Versorgungsauftrag, die gesetzlichen und strukturellen Voraussetzungen, die Verfügbarkeit des erforderlichen Fachpersonals sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen einbezogen werden. Ziel des Prüfprozesses ist es, mögliche Entwicklungsoptionen für den Standort auf Grundlage dieser Kriterien hinsichtlich ihrer medizinischen, strukturellen und wirtschaftlichen Umsetzbarkeit zu bewerten. Dabei wird auch der Versorgungsbedarf berücksichtigt. Die Ergebnisse bilden die Grundlage für die weiteren Entscheidungen über die künftige Ausrichtung des Standorts. 

„Für die weitere Entwicklung des Standorts Landau müssen wir die unterschiedlichen Rahmenbedingungen sorgfältig bewerten. Entscheidend ist, dass wir die künftige Ausrichtung nicht an einzelnen Faktoren festmachen, sondern die medizinischen, strukturellen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gemeinsam berücksichtigen. Die ausstehende Zuweisung der Leistungsgruppen bleibt dabei ein wesentlicher Aspekt. Auf dieser Grundlage wollen wir eine verlässliche Perspektive für den Standort entwickeln. Besonders wichtig ist mir in diesem Zusammenhang, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Landau ausdrücklich zu danken. Sie leisten Tag für Tag engagierte Arbeit für unsere Patientinnen und Patienten. Diese Leistung aller Berufsgruppen verdient unsere ausdrückliche Anerkennung und Wertschätzung“, erklärt Werner Bumeder, Landrat und stellvertretender Verwaltungsratsvorsitzender des DIK.

Auch der Landauer Bürgermeister Matthias Kohlmayer unterstreicht die Bedeutung einer sorgfältigen Prüfung: „Für Landau ist wichtig, dass die verschiedenen Möglichkeiten sorgfältig geprüft und bewertet werden. Entscheidend ist, dass die weitere Entwicklung des Standorts auf einer belastbaren Grundlage erfolgt und die unterschiedlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt werden. Dabei gilt es auch, die sich daraus ergebenden Möglichkeiten zu nutzen und eine Perspektive zu entwickeln, damit der Standort Landau eine Anlaufstelle für die Gesundheitsversorgung in der Region bleibt“, erklärt Kohlmayer. Welche Struktur und welche medizinischen Angebote künftig für den Standort Landau geeignet sind, ist Gegenstand der Prüfung. Zu den derzeit betrachteten Optionen gehören unter anderem die Fortführung als Fachkrankenhaus, die Entwicklung zu einem sektorenübergreifenden Versorger sowie die mögliche Entwicklung eines Gesundheitszentrums. 

Im weiteren Prüfprozess sollen die verschiedenen Optionen vertieft, Szenarien entwickelt und Gespräche mit relevanten Partnern geführt werden. Konkrete Entscheidungen über die künftige Ausrichtung des Standorts oder einzelne medizinische Angebote sind bislang nicht getroffen. Für die aktuelle Versorgung am DIK-Standort Landau ergeben sich durch den Prüfauftrag keine Veränderungen.Mit Blick auf die Beschäftigten ist es das Ziel des DONAUISAR Klinikums, diese auch künftig im Klinikverbund zu halten. Je nach weiterer Entwicklung des Standorts können dabei auch Beschäftigungsmöglichkeiten an anderen Standorten des DONAUISAR Klinikums eine Rolle spielen. Über das weitere Vorgehen wird auf Grundlage der Ergebnisse der Prüfung beraten.