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2.300 Herzen für Patientinnen mit Brustkrebs genäht
07.05.2026
Ein großes Dankeschön an Frauengruppe
Am DONAUISAR Klinikum (DIK) Deggendorf ist eine Ära zu Ende gegangen. Seit 2012 hat eine Frauengruppe aus dem Landkreis Dingolfing-Landau Stoffherzen für Brustkrebspatientinnen genäht. Über die Jahre sind so 2.300 Stück zusammengekommen, die für die Betroffenen ein wichtiges Hilfsmittel darstellen. Jetzt hat die Gruppe offiziell ihre letzten Herzen ins Klinikum gebracht, da die meisten Näherinnen bereits die 80 überschritten haben. Grund genug für eine Abschiedsfeier mit Chefarzt Prof. Dr. Walther Kuhn und Psychologin Rosa Gmeiner.
Die Unterstützung hat einen noblen Zweck: Die Herzen sehen nicht nur schön aus, sie erfüllen auch einen medizinischen Zweck. Nach einem operativen Eingriff kann es sein, dass die Wunde schmerzt und spannt. Um die Schmerzen zu verringern, bekommen Patientinnen ein Herzkissen geschenkt. Es lässt sich gut auf der operierten Seite tragen und bietet Schutz, z. B. bei ruckartigen Bewegungen. Durch das individuelle Design sind sie aber auch Seelentröster, Begleiter in schwerer Zeit und Mutmacher. Begonnen hat die Aktion mit einem Bericht in der Frauenbundzeitung. Renate Schreiner ließ sich die Schnittmuster zuschicken und suchte über die örtliche Zeitung Unterstützer. Seitdem treffen sich rund 20 Frauen regelmäßig und nähen gemeinsam die Kissen. Renate Schreiners Mann schnitt das Vlies dafür zu.
„Dieses Engagement ist extrem segensreich“, dankte Chefarzt Prof. Dr. Kuhn den Frauen. Dass es auch bei den Patientinnen gut ankommt, beweisen die zahlreichen Karten, die sie den Näherinnen geschickt haben. Darüber hinaus freuen sich die Damen über die Freundschaft, die sich in der Gruppe gebildet hat. Sie wird auch weiterhin gepflegt, und für das nächste Treffen hat Chefarzt Prof. Kuhn eine Brotzeit als kleines Dankeschön versprochen.

Ein Erinnerungsbild nach 2.300 Herzkissen: Psychologin Rosa Gmeiner (v.l.), Renate Schreiner, Johanna Friedrich, Chefarzt Prof. Dr. Walther Kuhn, Mini Reiser und Fini Mitterbiller. (Foto: DONAUISAR Klinikum)