Das Institut im Überblick

Mit Hilfe verschiedener bildgebender Verfahren erstellen Radiologen Diagnosen, kontrollieren den Krankheitsverlauf von Patienten oder führen spezielle Therapien durch. Die moderne Technik bildgebender Systeme bietet die Möglichkeiten der minimal-invasiven Diagnostik und Therapie. Das Angebot des Instituts für Diagnostische und Interventionelle Radiologie umfasst die digitale konventionelle Röntgendiagnostik des ganzen Körpers einschließlich Durchleuchtungsuntersuchungen sowie die Gefäßdiagnostik (Angiographie) und den Ultraschall (Sonographie)  inklusive farbkodierter Duplexsonographie (spezieller Gefäßultraschall). 

In enger Kooperation mit der RadiologenGemeinschaft Deggendorf wird die gesamte radiologische Diagnostik und interventionelle Radiologie angeboten. Dazu gehören auch die Bereiche Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) und Mammadiagnostik. Sowohl in Notfällen als auch bei planbaren Untersuchungen wird damit eine umfassende Diagnostik sichergestellt. 

Darüber hinaus bietet das Institut auch ein umfangreiches Spektrum interventioneller Eingriffe an. Bei der minimal invasiven Gefäßtherapie werden z.B. Blutgefäßverengungen oder Gefäßverschlüsse mit feinen Drähten und Kathetern wiedereröffnet. Zudem können Gefäßstützen aus Metall („Stents“) eingebracht werden, um das Gefäß offen zu halten. Zum Leistungsspektrum gehört auch der selektive Verschluss tumorversorgender Gefäße  ggf. mit lokaler Chemotherapie von Tumoren vor Ort, um das Tumorwachstum zu verlangsamen oder sogar zu stoppen. 

Mittels spezieller Sonden, die in örtlicher Betäubung oder Vollnarkose von außen eingebracht werden, kann in einem exakt definierten Areal im Körper Hitze erzeugt werden, um Gewebe zu zerstören (Radiofrequenzablation). Diese Methode eignet sich besonders, um einzelne Tumorherde bis zu einem Durchmesser von vier Zentimetern z. B. an Leber oder Lunge zu zerstören, ohne das Organ oder Teile entfernen zu müssen. 

Zum Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie gehört auch die Nuklearmedizin. Diese erlaubt eine spezielle Art der Bildgebung, die es ermöglicht, Funktionen bzw. Stoffwechselprozesse von vielen Organen zu erfassen (z. B.  bei der sog. Schilddrüsen- oder Knochenszintigraphie). Dazu wird einem Patienten eine geringe Menge eines radioaktiven Stoffes zugeführt. Diese sind meistens mit einem speziellen Pharmazeutikum gekoppelt, das sich in einzelnen Organen anreichert. Danach werden mit einer Spezialkamera Aufnahmen des Körpers gemacht, die die Verteilung des radioaktiven Stoffes in bestimmten Körperbereichen zeigen. Die Abteilung bietet das gesamte konventionelle Spektrum der diagnostischen Nuklearmedizin (außer PET-CT) an.